Myofasziales Schmerzsyndrom

Stress, körperlich als auch psychisch, wirkt sich auf die Faszien aus: Verklebungen entstehen und oft auch ausstrahlende Schmerzen. Das Myofasziale Schmerzsyndrom beschreibt diese Dynamik:  ‚Myo‘ bedeutet Muskel und ‚faszial‘ bezieht sich meist auf die bindegewebige Hülle der Muskeln.

Faszien verändern ihre Dreh- und Dehnungsfähigkeit durch biochemische Prozesse, die der Körper in Gang setzt um sich, wo es notwendig ist, zustätzlich stabilisieren. Da jeder Muskel und Sehne, jedes Gelenk von Faszien umhüllt ist, löst das vor Ort Einschränkungen oder sogar Schmerzen aus.  Das fasziale System ist aber auch ein zusammenhängendes Netz, dass alles Strukturen des Körpers miteinander verbindet. Ein Problem an einer lokalen Stelle kann sich auswirken, als ob wir mit einem Strickpullover an einem Nagel hängengeblieben sind: Wir spüren die Auswirkungen nicht nur dort, sondern auch an den Stellen, die über die Haltepunkt unter Zug geraten.

 

Vorbeugung und Selbsthilfe

 

1. Nutze Sie die Bewegungsfreiheit Ihres Körpers einschließlich der Gelenke und fördern Sie sie. Bewege Sie sich mehrmals täglich durch, dehnen und strecken Sie sich genüsslich. Alles, was  nicht genutzt, baut der Körper ab um Energie zu sparen. Wichtig dabei: auf die Schmerzgenzen achten.

 

2. Kommen Sie Ihren Stressauslösern auf die Spur. Folgende Fragen helfen dabei: was ist grade zu viel oder unpassend in meinem Leben? Was brauche, wünsche und will ich stattdessen? Wie kann ich bekommen, was ich brauche?

 

3. Übe Sie sich in Körper-Selbstwahrnehmung. Yoga, Meditation, Thai Chi, achtsames Bewegungstraining sind gute Möglichkeiten. Nur was wir wahrnehmen können wir erkunden und verändern.

 

4. Überprüfe Sie Ihren Lebensstil. Ihr Körper benötigt eine gesunde Ernährung und ausreichend Wasser um gut zu funktionieren. Auch tiefer und ausreichend langer Schlaf ist entscheidend für die tägliche Regeneration.

 

5. Behandeln Sie sich selbst mit einer Faszienrolle: das hilft das Gewebe zu durchfluten und die Verklebungen zu lösen, und fördert die  Selbstheilungskraft des Bindegewebes.

 

Therapeutische Hilfe ist wichtig

 

1. Starke Schmerzen brauchen eine medizinische Abklärung um andere Ursachen auszuschließen.

 

2. Es gibt innere, emotionale Themen wie Ängste, Depressionen oder Traumata, die man nicht allein bewältigen kann, sollte oder muss. Sich Unterstützung in Form von therapeutischer Begleitung zu suchen ist ein Zeichen von Ich-Stärke und gesunder Selbstfürsorge.

 

3. Auch wenn Schmerzen zunächst lokal begrenzt auftreten, möglicherweise liegt die Ursache in einem ganz anderen Bereich. Zum Beispiel kann ein Rückenproblem Schmerzen im Knie oder im Nacken auslösen. Dann brauchen Sie einen erfahrenen Körpertherapeuten oder Osteopathen.


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