Diana Dammermann - Heilpraktikerin - T: 0481 1247167

Myofasziales Schmerzsyndrom

Stress, körperlich als auch psychisch, wirkt sich auf die Faszien aus: Verklebungen entstehen und oft auch ausstrahlende Schmerzen. Das Myofasziale Schmerzsyndrom beschreibt diese Dynamik:  ‚Myo‘ bedeutet Muskel und ‚faszial‘ bezieht sich meist auf die bindegewebige Hülle der Muskeln.

 

Die Faszien verlieren ihre Elastizität und Flexibilität durch biochemische Prozesse, die der Körper in Gang setzt um sich zu stabilisieren. Da jeder Muskel und Sehne, jedes Gelenk von Faszien nicht nur umhüllt sondern auch durchzogen ist, können akute lokale Probleme entstehen. Aber auch über darüber hinaus zeigen sich vielleicht Schmerzen. Das fasziale System ist ein zusammenhängendes Netz, dass alles Strukturen des Körpers umhüllt. Ein Problem an einer lokalen Stelle kann sich auswirken, als ob wir mit einem Strickpullover an einem Nagel hängengeblieben sind: Wir spüren die Auswirkungen nicht nur dort, sondern auch an den Stellen, die über die Haltepunkt unter Zug geraten.

 

Was du selbst tun kannst

 

1. Nutze die Bewegungsfreiheit deines Körpers, deiner Gelenke aus und fördere sie. Bewege dich mehrmals täglich durch, dehne und strecke dich genüsslich. Alles, was du nicht nutzt, baut dein Körper ab um Energie zu sparen. Wichtig: achte auf deine Schmerzgrenzen.

 

2. Komme deine psychischen Stressfaktoren auf die Spur. Stelle dir folgende Fragen: was ist grade zu viel oder unpassend in meinem Leben? Was brauche, wünsche und will ich stattdessen? Wie kann ich bekommen, was ich brauche?

 

3. Übe dich in Körperwahrnehmung. Yoga, Meditation, Thai Chi, achtsames Bewegungstraining sind gute Möglichkeiten. Nur was du wahrnimmst, kannst du erkunden und verändern.

 

4. Überprüfe deinen Lebensstil. Dein Körper benötigt eine gesunde Ernährung und ausreichend Wasser um gut zu funktionieren. Auch tiefer und ausreichend langer Schlaf ist entscheidend für die tägliche Regeneration.

 

5. Du kannst dich auch mit einer Faszienrolle selbst behandeln. Das hilft das Gewebe zu durchfluten und die Verklebungen zu lösen. So förderst du die Selbstheilungskraft deiner Faszien.

 

Wobei du Hilfe brauchst

 

1. Starke Schmerzen brauchen eine medizinische Abklärung um andere Ursachen auszuschließen.

 

2. Es gibt innere, emotionale Themen wie Ängste, Depressionen oder Traumata, die man nicht allein bewältigen kann, sollte oder muss. Sich Unterstützung in Form von therapeutischer Begleitung zu suchen ist ein Zeichen von Ich-Stärke und gesunder Selbstfürsorge.

 

3. Auch wenn Schmerzen zunächst lokal begrenzt auftreten, möglicherweise liegt die Ursache in einem ganz anderen Bereich. Zum Beispiel kann ein Rückenproblem Schmerzen im Knie oder im Nacken auslösen. Dann brauchst du einen erfahrenen Körpertherapeuten oder Osteopathen.


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